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Die Hauptpreistreiber im Überblick

Mineralölprodukte und Energie belasten die Geldbörsen am meisten.

Statistik Austria hat das Jahr 2011 unter die Lupe genommen. Die Teuerungsrate lag im Schnitt bei 3,3 Prozent, was in diesem Jahrtausend ein neuer Rekord ist. Höher war sie das letzte Mal 1993 mit 3,6 Prozent.

VPI höher als im Krisenjahr
Die Inflation hat im Dezember 2011 nachgelassen. Der Grund dafür ist der sogenannte Basiseffekt bei Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln - hält der Anstieg mehr als zwölf Monate an, schlägt er sich im VPI (Verbraucherpreisindex) schwächer nieder. Für die Länder der Eurozone wird ein harmonisierter VPI errechnet. Die heimische Rate betrug im letzten Jahr 3,6 Prozent, was mehr ist als die Rate im Krisenjahr 2008.

Preiserhöhungen im Überblick
Die Hauptpreistreiber mit 14 Prozent sind Mineralölprodukte. Ohne sie hätte die Inflation nur 2,6 betragen. Schauen wir uns noch andere Preiserhöhungen an:
- Ausgabegruppe „Wohnung, Wasser und Energie“: 3,7 Prozent Preisanstieg. Ausschlaggebend sind die Teuerungen bei der Haushaltsenergie (+6,4 Prozent; Heizöl +17 Prozent, Gas +13 Prozent, Strom null Prozent).
- Ausgabegruppe „Verkehr“: 4,5 Prozent Preisanstieg. Vor allem Spritpreise haben mit +13 Prozent deutlich zugelegt.
- Ausgabegruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ : vier Prozent Preisanstieg. Am deutlichsten stiegen die Preise für alkoholfreie Getränke (+7,6 Prozent) und vor allem die Kaffeepreise (+19 Prozent), billiger wurde Gemüse (minus fünf Prozent).
- Ausgabegruppe „Verschiedene Waren und Dienstleistungen“: Versicherungsdienstleistungen sind um 2,7 Prozent teurer, Schmuck und Uhren sogar um 13 Prozent.
- Ausgabegruppe „Freizeit und Kultur“: 1,7 Prozent Preisanstieg. Am deutlichsten wurden Pauschalreisen teurer (9,4 Prozent).
- Ausgabegruppe „Kleidung und Schuhe“: Diese Gruppe glänzt mit einem Preisrückgang um 1,2 Prozent. Der Grund dafür sind erste Schlussverkäufe.

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